Wissenswertes über Colostrum
Colostrum - der Lieferant für Wachstumsfaktoren
Colostrum - eine der hochwertigsten Proteinquellen - ist die Vormilch oder auch Erstmilch von Säugetieren. Bei dem in der Sportnahrung verwendetem Colostrum handelt es sich um die Erstmilch von Kühen. Ein neugeborenes Kalb erhält in den ersten 24 bis 48 Stunden des Lebens eben jenes Colostrum. Nur in dieser kurzen Zeitspanne wird Colostrum produziert.
Diese Erstmilch ist u.a. extrem reich an immunstimulierenden Nährstoffen und besitzt einen hohen Anteil an natürlichen Wachstumsfaktoren. Diese Inhaltsstoffe sind ursprünglich die Grundlage für ein gesundes Wachstum, den Schutz vor Allergien und auch das Unterdrücken von Infektionen.
Schon im alten Ägypten wurde Colostrum geschätzt, im antiken Griechenland von Athleten zur Leistungssteigerung verwendet und in der jüngeren Zeit oftmals bei Infektionen und zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt. In der Medizin galt Colostrum als "Keimhemmer". Leider wurden die positiven Eigenschaften nach der Entdeckung des Antibiotikums vergessen. Erst 1955 wurde Colostrum "wiederentdeckt" und musste sich seitdem in vielen Studien beweisen.
Doch wie können Sportler von Colostrum profitieren?
Speziell beim Kraftsport und Bodybuilding sind die enthaltenen natürlichen Wachstumsfaktoren höchst interessant. In Colostrum sind die Wachstumsfaktoren IGF-1, IGF-2, GH, TGF-A, TGF-β, GnRH, NgF, FGF und EGF. Besonders interessant scheint hier der Wachstumsfaktor IGF-1, der im Colostrum in der höchsten Konzentration zu finden ist. So können Athleten von der Förderung des Muskelwachstums bei gleichzeitiger Reduktion des Fettgewebes und einem minimierten Proteinabbau ausgehen.
Durch eine zeitlich begrenzte Schwächung des Immunsystems, die intensiver Sport mit sich bringt, sind bei vielen Athleten unangenehme Infekte häufig eine unangenehme Belastung. Hier helfen gestärkte Abwehrkräfte.
Zudem wird von Athleten aller Disziplinen berichtet, dass nach intensivem Training die Regeneration durch Colostrum deutlich beschleunigt wird. Ein extremer Rückgang von Muskelschmerzen bei/nach dem Training wurde bestätigt, selbst allgemeine Belastungen werden besser verkraftet. Finnische Olympiateilnehmer (Winter-/Skisport) bestätigen die positiven Effekte durch Colostrum ebenfalls. Bei einer sehr harten Trainingswoche wurde der Kreatinkinase-Spiegel im Blut gemessen. Der Kreatinkinase-Spiegel ist Gradmesser für die Schädigung der Muskelzellen. Die finnischen Sportler hatten, verglichen mit einer Kontrollgruppe ohne Colostrum-Einnahme, nach 4 Trainingstagen lediglich einen halb so hohen Kreatinkinase-Spiegel.
Das Wunschgewicht und Colostrum
Auch zur Fettverbrennung wird der Wachstumsfaktor IGF-1 von unserem Körper benötigt. Je älter wir werden, umso weniger körpereigenes IGF-1 wird produziert – die Folge ist eine ungünstige Verschiebung zwischen dem Verhältnis Körperfett - Muskelmasse.
Trotz gesunder Ernährung und ausreichender Bewegung kann die mangelnde IGF-1 Produktion zu Gewichtszunahme bzw. Problemen bei der Gewichtsabnahme führen und sogar das Risiko an Diabetes T. II zu erkranken wird durch diesen Mangel wohl begünstigt. Wie bereits erwähnt befindet sich genau dieser IGF-1 Faktor im Colostrum – und zwar so hochkonzentriert wie in keinem weiteren Naturprodukt! So können Colostrum-Produkte durchaus auch bei dem Ziel „Gewichtsreduktion“ eingesetzt werden.
Colostrum und das Immunsystem
Ein geschwächtes Immunsystem – oftmals der Beginn degenerativer Erkrankungen und von Infektionen. Hier kann Colostrum Sie bei der Wiederherstellung eines starken Immunsystems sinnvoll unterstützen. Verschiedene Studien belegen das Vorkommen wirksamer Immunfaktoren im Colostrum, z.B. Immunglobuline, Lactoferrin, Lactoperoxidase, Cytokine. Diese Immunfaktoren gelten als die sehr wirksam gegen die meisten Mikroorganismen der Umwelt.
Ebenfalls können diese Immunfaktoren mit den bereits angesprochenen Wachstumsfaktoren „zusammenarbeiten“. In Verbindung können so die Verdauung und die Verwertung lebenswichtiger Nährstoffe unterstützt werden. Daraus resultieren kann mit einer allgemeinen Leistungssteigerung gerechnet werden.