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L–Citrullin - der Motor für das Arginin

Aminosäuren gehören zu den wichtigsten Bausteinen für den Körper. Insbesondere für den Aufbau von Zellen und Muskeln leisten sie gute Dienste. Darüber hinaus wandeln sich viele Aminosäuren durch chemische Verbindungen im Körper zu Botenstoffen um, die einen großen Einfluss auf das Hirn, den Herz-Kreislauf-Apparat und das Blut haben. Neben den zahlreichen essentiellen und nicht essentiellen Aminosäuren, zu denen unter anderem Serotonin, Melatonin oder auch Dopamin gehören, gibt es auch eine ganze Reihe an nicht-proteinogenen Aminosäuren.

Diese spielen zwar auf den ersten Blick nur die zweite Geige, sind aber auf Grund ihrer Eigenschaften dennoch enorm wichtig. Zu ihnen gehört auch die Aminosäure L-Citrullin. In Sportkreisen ist es auch unter dem Namen Citrullin bekannt. Neben seiner reinen Form taucht L-Citrullin auch sehr häufig in Verbindung mit Malat oder Creatin auf.



Wo kommt L-Citrullin vor?

Aminosäuren kann man, wie jeder, der sich ein wenig mit gesunder Ernährung auskennt weiß, sowohl mit der Nahrung, als auch in Form von Pulver oder Kapseln einnehmen. L-Citrullin gehört zu den Aminosäuren, die sowohl vom Körper selbst produziert werden, als auch mit dem Essen aufgenommen werden können.

Ganz besonders viel davon steckt beispielsweise in der Wassermelone, welcher L-Citrullin auch seinen Namen verdankt. Darüber hinaus können aber auch Zwiebeln und Knoblauch Citrullin haltig sein. Wer kein Freund von Wassermelonen ist, hat darüber hinaus die Möglichkeit, diese Aminosäure auch als Pulver einzunehmen.

Die Einsatzgebiete und Wirkungen von L – Citrullin

Neben Arginin und Ornithin gehört L-Citrullin zu den drei Aminosäuren, die ganz besonders für den Harnstoffzyklus verantwortlich sind. Dies ist jedoch noch längst nicht der einzige positive Faktor von L-Citrullin. Wandert diese Aminosäure erst einmal durch den Darm, wird sie dort zur Vorstufe von L-Arginin, und der menschliche Körper kann sie in der Leber zu reinem Arginin umwandeln.

Da L-Citrullin sehr gut vom Organismus vertragen wird, sorgt es nach der Umwandlung zu Arginin auch dafür, dass dieses Arginin als Aminosäure wiederum einen stabilen Spiegel über den Tag hat, auch wenn der Körper das eigentliche Arginin längst heruntergefahren hat.

Dieses Zusammenspiel von L-Citrullin und Arginin wiederum sorgt dafür, dass alle Blutgefäße im Körper erweitert und besser durchblutet werden. Die bessere Durchblutung wirkt sich darüber hinaus auch gut auf das Herz- und Kreislaufsystem aus und beugt Herzleiden sowie einem Schlaganfall vor. Darüber hinaus wird auch der Blutdruck gesenkt, was besonders für Menschen mit hohem Blutdruck eine wertvolle Hilfe ist.

Noch dazu werden dank dieser Kombination zahlreiche Schlacken, Stresshormone und Giftstoffe einfach mit dem Harn ausgeschwemmt.

L-Citrullin bringt mehr Leistungsfähigkeit für Sportler

Aber auch wer viel Sport treibt und auf seine Ernährung achtet, sollte nicht auf L-Citrullin verzichten. Neben einer besseren Aufnahme von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen kann sich diese Aminosäure dank ihres hohen Stickstoffgehaltes auch gut auf die Bildung und den Aufbau von neuen Muskeln sowie den Muskelpump beim Trainieren auswirken.

Eine weitere gute Eigenschaft von L-Citrullin besteht darin, dass es dem Körper beim Abbauen von Ammoniak helfen kann. Hierbei handelt es sich um einen Giftstoff, der vor allem nach einer sportlichen Betätigung im Blut auftritt. Dieser sorgt während des Trainings dafür, dass die Muskeln schneller sauer werden, was wiederum negative Folgen für die Leistung und den Trainingserfolg hat. Mit L-Citrullin wird das Ammoniak aus dem Körper entfernt und die Muskeln bleiben länger fit.

Deshalb ist L-Citrullin gerade für Ausdauersportarten bestens geeignet.

L-Citrulin hat noch deutlich mehr positive Effekte

Wer als Leistungssportler neben dem Aufbau von neuen Muskeln das Training dazu nutzen möchte, kontinuierlich seine Leistung zu steigern, der sollte das L-Citrullin zusammen mit Salat mixen. Nimmt man beide Bausteine für sich, entfalten diese zu gleichen Teilen ein wahres Feuerwerk an Muskelkraft, welches ein intensives Training und damit mehr Ausdauer und Leistung zulässt.

Werden beide zusammen gepackt, wird das Muskelwachstum um ein Vielfaches gesteigert. Darüber hinaus nimmt auch die Ausdauer spürbar zu und man wird erst viel später müde und ausgepowert. Mit Hilfe von L-Citrullin und Malat können also auch die Trainingseinheiten von Mal zu Mal länger gestaltet werden, ohne dass es schädlich für die Muskeln oder den Organismus ist.

Wer den Muskelzellen neben einer erhöhten Leistung und Vitalität während des Trainings noch einen gesunden Zellschutz bieten möchte, der kann neben L-Citrullin und Malat noch zusätzlich Creatin mit dazu nehmen. Ganz nebenbei bilden alle drei Stoffe wiederum noch andere Aminosäuren im Körper, so dass man fit und gesund bleibt.

Eine Studie hat zudem gezeigt, dass L-Citrullin nach dem Sport dazu beiträgt, dass ein lästiger Muskelkater erst gar nicht entstehen kann. Zudem können sich die Muskeln nach dem Sport viel schneller rehabilitieren.

Der Einsatz von L-Citrulin in der Medizin

L-Citrullin ist aber nicht nur ein kleines Wunderwerk für sportliche und effektive Muskeln. Neben dem Einsatz als sinnvolle Nahrungsergänzung wird es auch bei medizinischen Behandlungen verwendet. Das Spektrum hierbei ist enorm vielfältig und kann sich dabei sowohl auf die Vorbeugung, als auch in Form einer Therapie beziehen.

So können z. B. Alzheimer und Demenz, Müdigkeit, schwache Muskeln, die Sichelzellen Krankheit oder Erektile Dysfunktion gelindert werden. Darüber hinaus ist L-Citrullin dank seiner durchblutungsfördernden Wirkung auch eine gute Alternative gegenüber chemischen Keulen, wie sie häufig bei Bluthochdruck, Diabetes oder Erkrankungen des Herzens verwendet werden.

Des Weiteren wird L-Citrullin auch häufiger nach operativen Eingriffen genutzt, um die Wundheilung schneller voranzutreiben und das Risiko von bakteriellen Infektionen zu vermeiden.

L-Citrullin als Nahrungsergänzung

Wer als Kraft- oder Ausdauersportler neben dem Verzehr von Wassermelonen, Knoblauch und Zwiebeln das L-Citrullin auch in Form von Pulver in seinen Ernährungsplan einbauen möchte, der sollte genau auf die Dosierung achten. Hier kann es ratsam sein, vorab den Hausarzt zu konsultieren, da der Gesundheitszustand, das Geschlecht oder auch das Alter dabei berücksichtigt werden müssen.

Generell lässt sich aber sagen, dass die Einnahme von L-Citrullin täglich fünf bis acht Gramm nicht übersteigen sollte.

Die Nebenwirkungen von L-Citrullin

Normalerweise sind die meisten Vitamine, Mineralien und Aminosäuren sehr gut für den Organismus, solange es nicht mit der Dosis nicht übertrieben wird. Dies ist auch bei L-Citrullin nicht anders. Im Gegensatz zu anderen Mitteln fallen die Nebenwirkungen, wenn die Dosis versehentlich erhöht wurde, noch relativ glimpflich aus. Hier muss dann mit Erbrechen, Bauchschmerzen oder Durchfall gerechnet werden.

Wer L-Citrullin zudem während der Schwangerschaft oder zur Behandlung von Diabetes, Bluthochdruck sowie Erkrankungen der Niere nutzen möchte, der sollte vor Beginn mit seinem Arzt einen Behandlungsplan ausarbeiten. Gleiches gilt im Übrigen auch dann, wenn wegen anderer Krankheiten Medikamente genommen werden müssen.