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Zink

Zink

Zink als Nahrungsergänzung hat in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Durch seine positive Wirkung auf das Immunsystem wird es inzwischen auch von vielen Nichtsportlern eingenommen, meist in Kombination mit Vitamin C. Dabei gilt der täglich notwendige Bedarf an Zink beim Normalbürger durch die übliche Ernährung als gedeckt, da es in relativ vielen Lebensmitteln zu finden ist. Dennoch könnten Mangelzustände häufiger auftreten als angenommen, denn die Aufnahme von Zink aus der Nahrung wird durch die gleichzeitige Zufuhr von Stoffen wie Koffein, Calcium, Fetten, Phytinsäure, die in Bohnen und bestimmten Getreidearten vorkommt , und besonders Alkohol deutlich behindert. Jedenfalls greifen viele Menschen besonders während des Winterhalbjahres zu Zink-Präparaten und schwören auf deren Wirkung.


Besonders Leistungssportler, deren Bedarf an Zink durch das harte Training ohnehin erhöht ist, könnten daher von einer zusätzlichen Zink-Einnahme profitieren. Die durch die häufigen Belastungen tendenziell erhöhte Infektanfälligkeit wird hierdurch verringert. Darüber hinaus unterstützt eine ausreichende Versorgung mit Zink die Enzymproduktion im Körper und verbessert die Heilung kleiner Wunden. Außerdem schützt es das Herz-Kreislauf-System durch seine antioxidative Wirkung.

Für viele Athleten ist Zink aber insbesondere durch seinen Einfluss auf das hormonelle System des Körpers von großem Interesse. Zink ist entscheidend an der Testosteron-Synthese beteiligt, dementsprechend negativ wirkt sich ein Mangel auf die Produktion dieses für die Leistungsfähigkeit sehr wichtigen Hormons aus. Im Umkehrschluss konnte eine Studie belegen, dass die Testosteronproduktion unter zusätzlicher Zufuhr von Zink um bis zu dreißig Prozent ansteigen kann. Daher sollten vor allem solche Athleten auf eine ausreichende Versorgung mit Zink achten, deren Trainingsziele vorwiegend Kraft oder Muskelaufbau lauten, denn hier trägt ein hoher Testosteron-Spiegel stark zum Erfolg bei.

Eine sinnvolle Zufuhrempfehlung für Zink liegt bei etwa zehn bis dreißig Milligramm pro Tag, am oberen Ende der Dosierung sind auch oben genannte Effekte auf das Hormonsystem zu erwarten. Die Einnahme einer größeren täglichen Menge als dieser sollte allerdings vermieden werden, da es hierbei zu einer Umkehr der positiven Effekte kommen kann. Zudem wird, wie immer bei der übermäßigen Zufuhr einer einzelnen Substanz, der Mineralstoff-Haushalt des Körpers einseitig überladen. So müsste bei einer täglichen Aufnahme von mehr als dreißig Gramm Zink besonders die Kupfer-Zufuhr angeglichen werden, da das Verhältnis Zink zu Kupfer den Wert zehn zu eins nicht übersteigen sollte. Die Supplementierung mit Kupfer ohne ärztliche Aufsicht ist dabei aber nicht ratsam, da Kupfer in Überdosierung für den Körper toxisch sein kann. Insgesamt sollte die Ergänzung mit Zink, so sinnvoll sie sein kann, deshalb in einem engen Rahmen gehalten werden.
Bei der Wahl eines Zink-Supplements sollte man wie bei vielen Mineralstoffen auf eine vom Körper gut verwertbare Bindungsform achten. Als ideal erwiesen haben sich hier Zink-Aspartat und -Chelat, aber auch Zink-Citrat, -Glukonat und -Orotat können verwendet werden.