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Vitamin C

Vitamin C

Gemäß der geschichtlichen Überlieferung kursierte bereits im Mittelalter im Kreise der Seeleute eine ominöse Krankheit, die sich in Form von Blutungen des Zahnfleisches und der Schleimhäute sowie in Form anhaltender Appetitlosigkeit äußerte. Heutzutage bezeichnet man dieses Krankheitsbild als "Skorbut", einem Komplex von Mangelsymptomen infolge einer zu niedrigen Zufuhr an Vitamin C. Schon damals im Mittelalter wurde ziemlich flink herausgefunden, mit welcher Methode dem "Skorbut" vorzubeugen ist: Durch den regelmäßigen Verzehr von frischem Obst und frischem Gemüse bereitete man diesem "Martyrium der Matrosen" ein baldiges Ende.

 


Dem molekularen Aufbau entsprechend weist das Vitamin C eine sehr große Ähnlichkeit mit Zucker auf; es ist somit in gewisser Weise mit den Sacchariden (Malzzucker, Traubenzucker usw.) verwandt. Und tatsächlich ist es auch so, dass sich das Vitamin C in der Tier- und Pflanzenwelt auf der Grundlage von Zucker herausbildet.

Beim Vitamin C unterscheidet man zwischen den folgenden drei Typen:

1. die L-Ascorbinsäure (für den menschlichen Organismus verwertbar)

2. die L-Dehydroascorbinsäure (für den menschlichen Organismus verwertbar / ein Oxidationsprodukt der L-Ascorbinsäure)

3. das Ascorbigen (hier ist das Vitamin C an eine Eiweißgruppe gekoppelt / für den menschlichen Organismus nicht verwertbar)

Dank der regulierenden Funktion der Vitamin C-Verbindungen erreicht das Bindegewebe des menschlichen Körpers eine hohe Elastizität und eine eine enorme Strapazierfähigkeit. Das liegt an dem Umstand, dass das Vitamin C den Aufbau von Kollagenen unterstützt, welche die Grundkomponenten des Bindegewebes ausmachen. Im Hinblick auf den Heilungsprozess von Hautverletzungen und Brandwunden spielt das Vitamin C in logischer Konsequenz aufgrunddessen auch eine bedeutende Rolle. Überdies hat sich das Vitamin C als ein entscheidender Faktor herauskristallisiert, der dem menschlichen Körper dabei hilft, die Aufnahme der Eisenminerale aus der pflanzlichen Nahrung zu garantieren. Ohne das Vitamin C könnte das Eisen aus Erbsen oder aus Cerealien (Getreide) beispielsweise gar nicht in den Blutkreislauf integriert werden.

Raucher haben im Vergleich zu Nichtrauchern einen erhöhten Bedarf an Vitamin C. Warum dies de facto so ist, wurde aber von der Wissenschaft noch nicht detailliert erforscht.

Als Auswirkung professionellen Werbemarketings wird in den letzten Jahren eine gute Versorgung mit Vitamin C immer mehr mit einem "Berg von Orangen" assoziiert. Definitiv sind Apfelsinen vorzügliche Vitamin C-Quellen, jedoch gibt es auch einheimische Früchte wie zum Beispiel die Johannisbeere oder die Hagebutte, die über einen hohen Vitamin C-Anteil verfügen. Rosenkohl, Rettich und Fenchel zählen zu den Gemüsesorten, deren Vitamin C-Gehalt ebenfalls nicht unterschätzt werden darf. Um mit tierischen Produkten den Vitamin C-Bedarf zu decken, kann man unter anderem auf Geflügelleber und auf Rinderlunge zurückgreifen. Die in der Apotheke frei verkäuflichen Echinacea-Extrakte (Teekraut) und der Sanddornsaft mit seiner gesunden, gelben Farbe vermögen kleinere Erkältungen relativ rasch wieder zu kurieren.